Corona – vereinsamen unsere Kinder?

Corona – vereinsamen unsere Kinder?

Städte im Lockdown – Straßen und Innenstädte wie leer gefegt. Es begeben sich viele Menschen in Quarantäne und das Gesundheitssystem ist vollkommen überlastet. Und wenn man mal Menschen sieht, dann haben sie Masken auf. Ein neuer Film vom Regisseur Roland Emmerich? Nein. Das ist unser neues Leben. Die Pandemie ist nun allgegenwärtig.

Ich mache mit bei der Blogparade zum Thema „Corona – Leben im Lockdown“. Ich finde es interessant, mal Meinungen aus anderen Familien oder auch Unternehmen zu lesen. Wie sieht es bei anderen Familien aus? Was machen die Firmen momentan durch?

Für manche von uns sind es finanzielle Einbußen – für andere vielleicht sogar ein Gewinn. Doch ich denke, dass Kinder am meisten darunter leiden. Homeschooling. Was ein tolles modernes Wort. Doch was bedeutet das? Im ersten Moment mag es eine gute Lösung sein, doch wenn man mal weiter denkt, merkt man, dass das Ganze doch eher kontraproduktiv ist. Ein Kind soll soziale Kompetenzen erlernen, kommunikativ sein und sorgenfrei leben. Die momentane Situation der Kinder im Homeschooling sieht jedoch anders aus. Die Kinder sind isoliert. Ein Kind, das vorher kleine Lernschwierigkeitem hatte, hat nun massive Probleme beim Hinterherkommen. Schafft es ein Kind motiviert zu bleiben? Vereinsamen Kinder im Homeschooling? Ja, es kann passieren.

Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut kein Gegner von Masken und verstehe auch, dass man die Pandemie ernst nehmen muss. Ich denke nur, dass die Eltern momentan nicht nur als „Mama & Papa“ da sein sollen, sondern auch noch die Lehrkräfte und Freunde ersetzen sollen. Ein Spagat zwischen Homeoffice und Elternalltag. Einzelkinder sind davon besonders betroffen. Sie haben nur Erwachsene um sich herum, die zwar versuchen, ihr Bestes zu geben. Doch sind wir mal ehrlich? Welches Kind möchte denn dauernd an Mamas Rockzipfel hängen?

Wir haben hier ein zweieinhalb Jähriges Kind daheim. Er kommt, wenn es die Situation zulässt, mit 3 in den Kindergarten. Normalerweise gehen wir zu Spielgruppen, in einen Indoorspielplatz oder vergnügen uns im Zoo. Aber auch einfach mal in die Stadt gehen und bummeln war ein schöner Zeitvertreib. Eltern müssen sich momentan viel einfallen lassen, um die Kinder zu beschäftigen. Ja gerade in dem Alter zu fördern. Mein Sohn hat keinen Kontakt zu anderen Kindern in seinem Alter. Ich habe Angst davor, wie es sein wird, wenn er in den Kindergarten kommt. Kann er sich schnell integrieren? Daheim ist er der König der Welt. Er muss nicht teilen, hat das ganze Spielzeug für sich und streitet sich nie mit Gleichgesinnten. Dabei ist das doch alles so wichtig und gehört zur Entwicklung. Zur Entwicklung des Charakters und des Selbstbewusstseins. Lernen auch mal ruhig zu sein, wenn ein anderes Kind spricht.

Ja, es ist traurig. Ich denke, jeder hofft, dass der Albtraum bald ein Ende hat. Doch wann das ist, kann uns keiner sagen. Also müssen wir positiv bleiben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Stark sein für unsere Kinder.

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Heike Lorenz

    Liebe Marisa,
    vielen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogparade!
    Ich denke auch, dass die soziale Isolation der Kinder mit eines der größten Probleme aktuell ist.
    Hoffentlich geht mit dem besseren Wetter auch bald wieder mehr in unserem Leben…

    Viele Grüße
    Heike

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